Samstag, 20.11.2004 - 20:39 Uhr

Ein Wintermärchen...

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"One thing about trains: It doesn't matter where the train is going. What matters is deciding to get on..."

Hurra, heute war Bescherung! Nein, keine materiellen Geschenke... ein filmisches Werk wurde uns von Robert Zemeckis beschert! Kaum den Kinosaal in die harte und kalte Realität verlassen, schreibe ich nun unter frischem Eindruck diese Rezension des Kinofilms The Polar Express (Der Polarexpress (haha)), in dessen Genuss ich vor wenigen Stunden anlässlich einer “Special Preview” (angesichts des vorgezogenen Startes in nahezu jedem deutschen Kino büßt sie ihre "Spezialität" etwas ein) kommen durfte - im englischen Original, versteht sich. Manch einer mag diesen Film anhand des Trailers kurzerhand in die Kinderfilm-Schublade - sofern er eine hat - stecken und demnach für uninteressant befinden. Andere haben vielleicht nach Finding Nemo oder Shark Tale von computer-animierten Filmen die Schnauze voll. In beiden Fällen lohnt es sich durchaus, diese Ansicht zu revidieren. Denn der Polarexpress zieht sicherlich jeden in seinen Bann, der nur ein bisschen Kind geblieben ist.

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Die Geschichte handelt von einem kleinen Jungen (buchstäblich verkörpert von Tom Hanks), der an einem verschneiten Vorweihnachtsabend gespannt die Ankunft von Santa Claus erwartet, doch stattdessen eine dampfende Lokomotive vor seiner Haustür vorfindet. Der liebenswerte Schaffner (ebenfalls Hanks digital nachempfunden und von selbigem gesprochen) lädt ihn zu einer Reise ein, im Zuge(!) derer er viele Hürden zu bewältigen hat und die seinen wankenden Glauben an den Weihnachtsmann wiederherstellen soll. Klassisches Märchenschema, möchte man meinen. Stimmt! Tausendmal verfilmt, höre ich den ein oder anderen sagen/denken. Stimmt auch - aber nicht so! Atemberaubend schön gestaltete Winterbilder, die äußerst detailgetreue Umsetzung und in dieser Form noch nie da gewesene Realitätsnähe der Charaktere, ein kongenialer Soundtrack (Alan Silvestri), der es vermag, den Film auch über Passagen zu tragen, die sich etwas in die Länge ziehen, und nicht zuletzt die reizende Story nach einer Buchvorlage von Chris van Allsburg verschmelzen zu einem harmonischen Gefüge und formen eine intensive Stimmungswelt, die der Zuschauer nach Ende des Films nur ungern wieder verlassen möchte - egal ob nun im Alter von 6 oder 60 Jahren.

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